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Underneath the cover of another perfect lover - Druckversion

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Underneath the cover of another perfect lover - Rhea - 25.04.2019

Sie konnte das Lächeln auf ihren Zügen spüren. Dieses kleine, ein wenig nervöse Lächeln, welches sich auf ihre Lippen geschlichen hatte, kaum dass sie den Platz der Regnum hinter sich gelassen hatte. Es kam nicht oft vor, dass sie sich alleine außerhalb der sicheren Grenzen ihres Herdenplatzes aufhielt und meistens war es der goldene Remus gewesen, der sie begleitet hatte. Rheas Augen glitten über die Oberfläche des Sees, die sich unter dem leichten Wind kräuselte. Im Grunde hatte sie nichts gegen die Begleitung des Soldaten einzuwenden gehabt, wenngleich seine Art ein wenig... kühl wirkte. Er war nicht unfreundlich, aber stets so distanziert, dass er Rhea damit zu verstehen gab, dass diese 'Aufpasserei' eigentlich unter seiner Würde war. Die Braune hatte sich davon nicht beirren gelassen. Ihr einnehmendes Wesen hatte ihn dennoch immer wieder auf die kleinen Wunder der Natur aufmerksam gemacht, sei es ein Nest in einem hohen Ast, aus welchem die zarten Stimmen der frisch geschlüpften Küken zu hören waren, oder eine seltene Pflanze, die sich unscheinbar im Gebüsch verbarg. Zwar hatte der Goldene sich Mühe gegeben, keine Reaktion zu zeigen und die von ihr mit Bewunderung und Faszination bedachten Kleinigkeiten nur mit einem desinteressierten Seitenblick zu streifen, doch Rhea war sich sicher, dass sich hin und wieder ein kleines Lächeln auf seinen Lippen erahnen ließ.

Dass sie heute alleine unterwegs war, ließ ihr junges Herz ein wenig höher schlagen. Der Grund hierfür war zum Einen, dass sich ihr somit die Möglichkeit bot, ohne jeden Zeitdruck und auf eigene Faust die Umgebung unter dem Einfluss des Frühlings zu erkunden. Zum Anderen hoffte sie insgeheim, auf einen der Dahitaa zu treffen, dieser kleinen Herde, welche sich vor Kurzem von den Regnum losgesagt hatten. Wenngleich Rhea für sich selbst einen solchen Schritt entschieden ausschloss, so interessierte es sie doch brennend, welche Beweggründe Jene antrieben, die sich Daleeah und Amos angeschlossen hatten.
Diese Neugierde im Herzen, ließ Rhea ihren Blick nun vom See in Richtung der entfernten Berge klettern, welche das Tal zu einer Seite nach Außen hin abschirmten. Eines Tages würde sie vielleicht die Grenzen Valerias hinter sich lassen und die Welt kennen lernen, die sich hinter den Wipfeln der Berge oder den Grenzen des Pinienwaldes befand. Für den Moment war sie jedoch mit Valeria mehr als zufrieden.
Die kleine Braune liebte ihr Zuhause.


RE: Underneath the cover of another perfect lover - Tora - 20.05.2019

Tora hatte erneut ein Tal erreicht. Sie hatte die Hoffnung Quentin zu finden inzwischen aufgegeben und wollte nun nur noch eine Herde finden, der sie sich anschließen konnte und bei der das Fohlen unter ihrem Herzen behütet aufwachsen konnte, ohne eines Tages Angst zu haben, verjagt zu werden.
Inzwischen kam die Braune jedoch nur noch langsam und schwerfällig voran. Sie hoffte sehr, in diesem Tal zumindest vorerst eine Herde zu finden, die ihr Unterschlupf gewährte.
Der Geruch des Wassers zeigte Tora den Weg und sie war nicht allzu erstaunt, in ihrer Nähe ein weiteres Pferd zu entdecken. Das einzig erstaunliche war, dass die Stute genau in ihre Richtung sah, als sie näher kam. Toras Schritte wurden zögerlicher, während sie sich weiter der Unbekannten näherte. Man wusste nie, wo man sich befand und wie die anderen einem Fremden gesinnt waren. Und obwohl sie instinktiv das Leben ihres Ungeborenen schützen wollte, wusste sie, dass sie zu der Stute musste, um zu erfahren, ob sie alleine oder vielleicht Teil einer Herde war.
Je näher Tora der unbekannten Braunen kam, umso mehr entspannte sie sich wieder. Sie erkannte, dass die andere Stute noch recht jung war und hoffte, dass dadurch keine Gefahr von ihr ausging.
<b>"Guten Tag,"</b> grüßte sie die Unbekannte freundlich. <b>"Ich hoffe, ich störe nicht?"</b>